Chemielaborant / chem. techn. Assistent (m/w)
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Beizen
Technische Kurzbeschreibung:
- Chemische Behandlung von z.B. metallischen Werkstoffen mit geeigneten Lösungen. Die Beizlösungen sind meist SĂ€uren oder Laugen, die einen OberflĂ€chenabtrag durch einen Ătzprozess auslösen. HĂ€ufig wird der Effekt durch das Anlegen von Strom unterstĂŒtzt, âelektrolytisches Beizenâ. Zum Einsatz kommt das Verfahren in der Regel als Vorbehandlung (Aktivierung) fĂŒr galvanotechnische Prozesse, um die OberflĂ€che von alten Metall- oder Oxidschichten (z.B. Zunder) zu befreien.
Vorteile:
- Die im Beizprozess erzielte OberflĂ€chenaufrauung verbessert die Schichthaftung fĂŒr nachfolgende Beschichtungs- oder Klebeprozesse. Auch mattere OberflĂ€chenanmutungen lassen sich auf diese Weise darstellen.
- Spezielle Anwendung: Blaubeizen von Messing (CuZn Legierungen).
Hier bilden sich auf dem MessingwerkstĂŒck, durch das Tauchen in einer entsprechenden chemischen FĂ€rbelösung, Umwandlungsschichten aus verschiedenen Kupferverbindungen. Die OberflĂ€chen erscheinen dunkelblau und reflexionsmindernd.
Zu beachten:
- Die gebeizte WerkstĂŒckoberflĂ€che kann je nach Grundmaterial sehr anfĂ€llig gegen Korrosion sein und die weiteren Behandlungsschritte mĂŒssen sorgfĂ€ltig abgestimmt werden.
- Beim Beizen kann, je nach eingesetzter Beizlösung, atomarer Wasserstoff entstehen. Dieser kann bei ungĂŒnstigen Bedingungen in das WerkstĂŒck eindiffundieren und zur Versprödung des WerkstĂŒckes fĂŒhren, eine sogenannte Wasserstoffversprödung (mögliche GegenmaĂnahme: Tempern).
Einsatzgebiet:
- Allgemeine Vorbehandlung fĂŒr galvanotechnische Prozesse
- Befestigungselemente (Schrauben, Nieten usw.)
- Optische Industrie (z.B. Lichtreflexionsfreiheit bei kratzempfindlichen OberflÀchen)



